Vorsicht zu Halloween! Tipps im Umgang mit Kontaktlinsen

In weniger als zwei Wochen ist es wieder soweit: am 31.10. ist Halloween. In dieser letzten Oktobernacht verwandeln sich Menschen dank Fun-Kontaktlinsen in Vampire, Zombies oder Hexen. Schön gruselig, aber mit Vorsicht zu betrachten. Falsch angewandt können diese Kontaktlinsen die Augen dauerhaft schädigen. Vor allem Kontaktlinsen-Neulingen fehlt es an Informationen – das möchten wie gerne ändern.

Foto: KGS

Farbige Kontaktlinsen oder solche mit Motiven sind kosmetische Linsen, die das Aussehen des Auges verändern. „Per se geht von ihnen keine Gefahr aus. Fehlanwendungen und die unkontrollierte Abgabe können aber wie bei normalen Kontaktlinsen auch gravierende Folgen haben. Hinzu kommen Einschränkungen beim Sehen“, warnt Dr. Stefan Bandlitz, Dozent an der Höheren Fachschule für Augenoptik Köln in einem Interview mit dem Kuratorium Gutes Sehen.

Wenn Sie Fragen zur Anwendung von Kontaktlinsen generell und speziell zu Motivlinsen haben, und natürlich auch, wenn Sie sich für eine von uns unbedingt empfohlene Anpassung interessieren, zögern Sie nicht, sich bei uns dazu zu melden. Ein paar Tipps gibt es bereits jetzt:

Kontaktlinsen anpassen lassen
Funlinsen gibt es ohne und mit Korrektionswerten natürlich auch im Internet oder in Drogerien zu kaufen – allerdings nur in Standardgrößen. Die Augen sind aber so individuell wie ein Fingerabdruck. Passen die Linsen nicht, kann es nicht nur zu Reizungen, sondern schlimmstenfalls zu nachhaltigen Schäden der Hornhaut kommen. Wir passen die Kontaktlinsen an, beraten Sie und geben natürlich wichtige Tipps zu Handhabung und Pflege.

Beim Kauf beachten
Auf kosmetischen Kontaktlinsen, die auf der Oberfläche pigmentiert sind, haften Bakterien besonders gut. Kaufen Sie deshalb nur Kontaktlinsen, bei denen die Farbe eingelagert ist oder die im sogenannten Sandwichverfahren hergestellt wurden.

Hände waschen
Hygiene ist das A und O beim Umgang mit Kontaktlinsen. Vor jedem Auf- und Absetzen müssen die Hände gründlich gewaschen werden.

Autofahren verboten
Funlinsen können das Gesichtsfeld einschränken und die Kontrastempfindlichkeit reduzieren. Auch das Risiko von Abbildungsfehlern steigt. Hinterm Steuer und generell im Straßenverkehr haben Funlinsen deshalb nichts verloren.

Tauschen untersagt
Schnell mal die Viper- gegen die Blood-Shot-Linsen tauschen? Bloß nicht! Wer die Linsen einfach so mit anderen tauscht, holt sich Krankheitserreger direkt aufs Auge und riskiert eine Infektion.

Tragezeiten und Nutzungsdauer einhalten
Nach der vom Hersteller vorgegebenen Nutzungsdauer und der von uns empfohlenen Tragezeit ist „Schluss mit lustig“. Tageslinsen werden nach dem Spaß gleich entsorgt, mehrmals nutzbare Linsen mit dem dafür empfohlenen Pflegemittel gründlich gereinigt, desinfiziert und bis zur nächsten Party gut verschlossen aufbewahrt. Da kosmetische Kontaktlinsen weniger Sauerstoff ans Auge lassen als normale Kontaktlinsen, dürfen sie auch nur kürzere Zeiten am Tag getragen werden

Wissen, das wir weitergeben

Weiterbildung ist neben der Erfahrung, über die wir verfügen, unser großes Plus für unsere Kunden. Am vergangenen Wochenende haben wir uns wieder über die aktuellsten Trends und Themen in der Augenoptik und Optometrie informiert; mehr noch, im Rahmen der Obermeistertagung des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen hat sich der Chef als Delegierter zum ZVA für den Beruf und die Branche eingesetzt.

Foto: ZVA/Magner

Die Themen bei den Sichtkontakten vom 12. bis 14. Oktober in München waren für die Augenoptiker, Optometristen und Verbandsvertreter breit gefächert und praxisorientiert. Am gesamten Wochenende standen über 50 Workshops, Vorträge und Veranstaltungen mit erstklassigen Referenten aus der Optometrie und Augenheilkunde auf dem Programm. Von der Digitalisierung in der Augenoptik und dem Angebot optometrischer Dienstleistungen über die professionelle Versorgung bestimmter Sehprobleme oder der Tränenfilmanalyse bis hin zur Kontaktlinsenanpassung bei besonderen Indikationen konnten sich die Fachleute ein individuelles Programm erstellen. Das haben auch wir für Sie getan.

Unter der Dachmarke Sichtkontakte sind seit dem vergangenen Jahr wichtige Branchentermine und Fortbildungsveranstaltungen der Augenoptik an einem Wochenende kompakt zusammengelegt. Die Internationale Vereinigung für Binokulares Sehen (IVBS), die Vereinigung Deutscher Contactlinsen-Spezialisten und Optometristen (VDCO) sowie der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) freuen sich regelmäßig, viele Fachleute und Vertreter der Branche begrüßen zu können. Neben den einzelnen Tagungen und Fortbildungsangeboten der drei Organisatoren fand am Sonntag der gemeinsame Tag der Optometrie statt, dort haben wir unter anderem die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung mit auf den Weg nach Hause bekommen.

Dieses Wissen möchten wir gerne an Sie weitergeben, profitieren Sie von unseren Know-how. Wir freuen uns auf Sie.

Woche des Sehens

Die diesjährige Aktionswoche rund um die Themen Blindheit und Sehbehinderung ist heute am 8. Oktober gestartet. Iim gesamten Bundesgebiet finden acht Tage lang hunderte Veranstaltungen statt, die dazu einladen, sich zu informieren und zu engagieren. „Mit anderen Augen – weltweit Armut verhindern“ heißt das Motto, unter dem die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) in der Woche des Sehens aktiv sind. Gemeinsam mit Organisationen aus den Bereichen Selbsthilfe, Augenmedizin und Entwicklungshilfe rufen sie dazu auf, den Blickwinkel zu ändern und die Welt mit anderen Augen zu betrachten und sensibler den Themen Blindheit und Sehbehinderung zu begegnen.

Traditionell schließt die Woche des Sehens zwei internationale Aktionstage mit ein: den „Welttag des Sehens“ am 11. Oktober und den „Tag des weißen Stocks“ am 15. Oktober. Letztgenannter bildet zugleich den Abschluss der Kampagne. 

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Welttag des Sehens: Blindheit stärker bekämpfen – weltweites Armutsrisiko senken FOTO: CBM

Blindheit und Armut hängen in Entwicklungsländern eng zusammen: Wer arm ist, kann sich häufig eine medizinisch notwendige Augenbehandlung nicht leisten und erblindet damit viel wahrscheinlicher an der Erkrankung. Und wer blind ist, findet oft keine bezahlte Arbeitsstelle, um seinen Lebensunterhalt zu  bestreiten. So bedeutet eine Sehbehinderung in Entwicklungsländern, oft auch arm zu sein – ein Teufelskreis droht. Darauf weisen die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) zum Welttag des Sehens am 11. Oktober hin. Um das zu ändern, helfen die beiden Organisationen Menschen in betroffenen Ländern und Regionen, der Armutsfalle zu entkommen. Dabei konzentrieren sie sich vor allem auf die wirtschaftlich schwachen Regionen der Welt. Weltweit sind 36 Millionen Menschen blind und 217 Millionen Menschen sehbehindert, obwohl mehr als 75 Prozent aller Erblindungen und Sehbehinderungen vermieden oder geheilt werden könnten. Grauer Star ist in Entwicklungsländern die häufigste Blindheitsursache.

Familienvater mit neuen Perspektiven

Wie eng der Zusammenhang von Armut und Behinderung ist, hat auch der Tansanier Mazaga Mahorosho am eigenen Leib erfahren. Er handelte mit Getreide, kaufte es auf Reisen auf dem Land ein und verkaufte es auf dem Markt in der Stadt Daressalam. Damit ernährte er seine siebenköpfige Familie und konnte sogar ein bisschen sparen. Die wenigen Rücklagen waren aber schnell aufgebraucht, als der 45-Jährige immer weniger sehen und deshalb nicht mehr arbeiten konnte. Die Familie rationierte das Essen und Mahorosho machte sich große Sorgen um die Zukunft. Erst als er von einem Augenkrankenhaus hörte, das die CBM in Daressalam fördert, schöpfte er Hoffnung. Der Augenarzt stellte fest, dass eine Operation ihn heilen kann. Denn der Graue Star trübte seine Linse. Der Eingriff bei Mahorosho verlief ohne Komplikationen. Der Familienvater kann wieder sehen und freut sich, seine Geschäfte fortsetzen zu können. Jetzt sieht er die Zukunft mit anderen Augen.

Bundesweite Aktionswoche im Oktober

„Mit anderen Augen – weltweit Armut verhindern“ heißt auch das Motto, unter dem das DKVB und die CBM in der Woche des Sehens aktiv sind. Gemeinsam informieren sie über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Augenerkrankungen weltweit. Beide Organisationen unterstützen in Entwicklungsländern Augenkrankenhäuser, mobile Kliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten. Außerdem beteiligen sie sich an der Kampagne „VISION 2020“ unter Federführung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die ebenfalls zum Ziel hat, vermeidbare Blindheit und Sehbehinderung zu überwinden.

Getragen wird die Woche des Sehens neben der CBM und dem DKVB vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von der Aktion Mensch, ZEISS und der VANDA Pharmaceuticals Germany GmbH. 

Mehr unter www.woche-des-sehens.de.

Foto: CBM

Neues aus der Wissenschaft

Vorweg, wir raten unseren Kunden ohnehin immer zu Gelassenheit. Stress ist nie gut, auch für die Augen nicht. Dass und wie sehr Stress die Sehkraft beeinflussen kann, zeigt eine neue Studie der Universitätsklinik Magdeburg, die auch aufzeigt, wie ein ganzheitlicher Behandlungsansatz den „Teufelskreis von Stress und fortschreitender Blindheit“ unterbrechen kann.

Anhaltender psychischer Stress könne erheblich zu einer Sehverschlechterung beitragen, so die Veröffentlichung im EPMA Journal, dem offiziellen Journal der European Association for Predictive, Preventive, and Personalized Medicine. Die Auswirkungen dieser Ergebnisse auf die klinische Praxis seien erheblich: Beim Arzt-Patient-Gespräch sollten demnach auch die Behandlungen zum Stressabbau, zum Beispiel durch psychologische Beratung besprochen werden, um diese Folge-Erscheinungen zu unterbrechen.

Psychosomatischer Aspekt

„Es gibt deutliche Hinweise auf eine psychosomatische Komponente des Sehverlustes, denn Stress ist eine wichtige Ursache – und nicht nur eine Folge – des fortschreitenden Sehverlustes infolge von Erkrankungen wie Glaukom und Optikusneuropathie”, wird Prof. Bernhard Sabel, Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie der Universität Magdeburg und Leiter der Studie, zitiert. Sabel habe einen ganzheitlichen Behandlungsansatz entwickelt, der Stressmanagement, Patientenaufklärung und Techniken zur Wiederherstellung der Sehkraft am SAVIR-Center für Sehstörungen in Magdeburg kombiniert. Die Studie, die im November 2018 auf der 5. Internationalen Konferenz „Low Vision and Brain” in Berlin vorgestellt wird, basiert auf einer umfassenden Analyse von Hunderten veröffentlichter Forschungsergebnisse und klinischer Berichte über den Zusammenhang von Stress und Augenerkrankungen. Einige Fallberichte zeigten, wie Stress den Sehverlust induziert und wie Stressabbau zur Wiederherstellung des Sehvermögens beiträgt.

 

 

Gehirn ist am Sehverlust beteiligt

„Kontinuierlicher Stress und langfristig erhöhte Cortisolwerte können sich negativ auf das Auge und das Gehirn auswirken, da das vegetative Nervensystem unausgeglichen ist, die Blutgefäße dysreguliert werden und der Augeninnendruck steigt”, erklärte Sabel. Demnach seien sowohl das Auge als auch das Gehirn am Sehverlust beteiligt, eine Tatsache, die oft nicht bedacht und in der medizinischen Literatur nicht systematisch dokumentiert werde. Während viele Patienten vermuteten, dass psychischer Stress zu ihrem Sehverlust beigetragen habe, gebe es nur wenige wissenschaftliche Berichte, die das Verhältnis von Stress, Sehverlust und Wiederherstellung des Sehvermögens betrachteten. „Das Verhalten und die Worte des behandelnden Arztes können weitreichende Folgen für die Prognose des Sehverlustes haben. Vielen Patienten wird gesagt, die Prognose sei schlecht und dass sie sich darauf vorbereiten sollten, eines Tages blind zu werden. Selbst wenn dies bei weitem nicht sicher ist und eine vollständige Blindheit fast nie auftritt, bilden die daraus resultierende Angst und Besorgnis eine neurologische und psychologische Doppelbelastung mit physiologischen Folgen, die den Krankheitszustand oft verschlechtern”, ergänzt Dr. Muneeb Faiq, PhD, All India Institute of Medical Sciences, New Delhi, Indien, und Department of Ophthalmology, NYU Langone Health, New York University School of Medicine, und ein Co-Investigator der Studie. Erhöhter Augeninnendruck, endotheliale Dysfunktion (Flammer-Syndrom) und Entzündungen seien einige der Folgen von Stress, die weitere Schäden verursachen.

Zusätzliche Therapien wie Hirnstimulation, Entspannungsreaktion, Wiederherstellung des Sehvermögens, Angstmanagement und soziale Unterstützung wirkten Stress entgegen und induzierten eine Entspannungsreaktion, indem sie das vegetative System durch Reduzierung der sympathischen und Steigerung der parasympathischen Aktivität wieder ins Gleichgewicht bringen. Sie wurden erfolgreich in Verbindung mit Therapien eingesetzt, um die Durchblutung des Auges zu erhöhen und damit das Fenster für die Wiederherstellung des Sehvermögens zu öffnen.

Stressreduktion auch als potenziell präventive Maßnahme

Die Forscher glauben, dass dieser ganzheitliche Ansatz im klinischen Management von Augenerkrankungen breiter eingesetzt werden könnte. Sie empfehlen Stressreduktions- und Entspannungstechniken (z. B. Meditation, autogenes Training, Stressmanagement-Training, Psychotherapie) nicht nur als Ergänzung traditioneller Behandlungen des Sehverlustes, sondern auch als potenziell präventive Mittel gegen das Fortschreiten des Sehverlustes.
Des Weiteren sollten Ärzte ihr Bestes tun, um eine positive Einstellung und Optimismus zu vermitteln und ihren Patienten die Informationen zu geben, auf die sie Anspruch haben, insbesondere in Bezug auf die Bedeutung von Stressreduktion.
Stressmanagement sei auch für Betreuer und Familienmitglieder relevant, deren Unterstützung und Ermutigung zu einem stressfreien Zustand beitragen, was wiederum Stressauslöser reduzieren kann. „Stressreduktion sollte demnach ein ergänzendes Behandlungsziel sein“, so Sabel, „denn eine ganzheitliche Ergänzung der augenärztlichen Behandlungen etwa mit Elektrostimulation und Entspannungsverfahren bietet neue Chancen, die Sehleistung bei Erkrankungen wie dem Glaukom oder der Schädigung des Sehnervs zu verbessern.“
Sabel und seine Kollegen stellen fest: „Weitere klinische Studien sollen durchgeführt werden, um die kausale Rolle von Stress bei verschiedenen Erkrankungen mit niedrigem Sehvermögen zu bestätigen und um verschiedene Anti-Stress-Therapien zur Verhinderung des Fortschreitens sowie zur Verbesserung der Sehkraft als Grundlage der psychosomatischen Ophthalmologie zu evaluieren“.

Originalpublikation: 
Sabel BA, Wang J, Cárdenas-Morales L et al. Mental stress as consequence and cause of vision loss: the dawn of psychosomatic ophthalmology for preventive and personalized medicine. EPMA Journal 2018;9:133.
Quelle: Universitätsklinikum Magdeburg

Lebensgewohnheiten entscheiden

Haben Sie sich schon einmal überlegt, ob Sie zusätzlich zu Ihrer Brille oder hauptsächlich Kontaktlinsen tragen möchten? Ein Thema, bei dem eine fachmännische Beratung und die spätere Auswahl der Linsen für den Tragekomfort und damit für den Spaß am Linsentragen enorm wichtig ist. 

Welche die richtigen Kontaktlinsen sind, darüber entscheiden die Augen, die Lebensgewohnheiten und die Sehansprüche der Träger. Wichtig ist, dass die Linsen individuell angepasst und regelmäßig überprüft werden.

Der Kontaktlinsen-Markt ist so vielfältig wie die Anforderungen der Träger. „Nicht das Produkt ist entscheidend, sondern die Auswahl des richtigen Produktes für jeden einzelnen Träger durch den Anpasser.“, erklärt zum Beispiel Prof. Dr. Christian Kempgens vom Studiengang Augenoptik/Optometrie der Beuth Hochschule Berlin.

Die Anpassung ist für das Tragen von Kontaktlinsen eine Pflichtübung. Welche Linsen später die optimalen sind, entscheiden die Lebensgewohnheiten, die Sehansprüche und eben auch die Augen.

Hochsauerstoffdurchlässige Linsen für Vielträger

Für Menschen, die ihre Linsen täglich viele Stunden tragen, sind hochsauerstoffdurchlässige Linsen zu empfehlen. Dazu gehören formstabile Produkte, die sich mit jedem Lidschlag auf dem Auge bewegen. So wird der Tränenfilm unter der Kontaktlinse ständig ausgetauscht und das Auge mit Sauerstoff versorgt. Für viele Menschen sind dazu hochsauerstoffdurchlässige weiche Silikon-Hydrogel-Linsen eine Alternative. Wir haben damit in der Anpassung gute Erfahrungen gemacht. 

Weiche Linsen für hohen Tragekomfort

Weiche Kontaktlinsen sind größer als die Hornhaut, bewegen sich weniger und fühlen sich deshalb spontan komfortabler an. Die Augen gewöhnen sich schnell an die meist aus Silikon-Hydrogel bestehenden Linsen. Es gibt sie als Individual- und Austauschlinsen. Dabei gilt jedoch nicht, dass die Linse eine gute ist, die man am wenigsten auf dem Auge bemerkt: Vorsicht! Fragen Sie uns danach. Viele Menschen lieben auch die Flexibilität von weichen Einmallinsen und tragen sie täglich oder auch zeitweise beim Ausgehen, zum Sport oder in Kombination mit einer Sonnenbrille. Reinigung und Pflege entfallen hier, da sie nach dem Tragen einfach entsorgt werden. Allerdings sind diese standardisierten Sehhilfen nicht für jeden und nicht für ausgefallene Fehlsichtigkeiten gemacht.

Speziallinsen für besondere Sehkorrekturen

Mit der Entscheidung für weiche oder formstabile Linsen ist es aber nicht getan. Es gibt Produkte, die auf die veränderten Lebensverhältnisse wie das digitale Sehen oder die zunehmend älter werdende Bevölkerung abgestimmt sind. Alterssichtigen bieten beispielsweise multifokale Kontaktlinsen eine komfortable Alternative zur Gleitsichtbrille. Menschen mit Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) können torische Linsen nutzen. „Sogar das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit kann mittlerweile mit Kontaktlinsen verlangsamt werden“, so Prof. Kempgens.

Fast jeder Fehlsichtige kann von Kontaktlinsen profitieren. Wichtig ist, dass sie von Spezialisten angepasst werden und ihr Sitz regelmäßig überprüft wird. Sprechen Sie uns gerne einfach mal auf Kontaktlinsen an, wir haben bestimmt die passende Lösung für Sie. 

Bessere Sicht durch Verzicht auf Brille?

Der Mythos hält sich hartnäckig: Wer seine Brille regelmäßig trägt, dessen Augen gewöhnen sich daran und die Fehlsichtigkeit wird immer stärker. Wer stattdessen ab und zu auf die Brille verzichtet, kann damit angeblich seine Augen trainieren und die Verschlechterung aufhalten: Das stimmt natürlich nicht!

Wenn man sich zunächst fragt, warum eine Fehlsichtigkeit besteht, kommt man schnell dahinter, dass diese Behauptung nicht stimmen kann. Wer kurzsichtig ist, also eine Brille für die Ferne benötigt, hat in der Regel einen zu langen Augapfel, weshalb die weitere Umgebung unscharf erscheint. Wer hingegen weitsichtig ist, hat meist einen verkürzten Augapfel und benötigt eine Brille für die Nähe. Bei der Alterssichtigkeit (Presbyopie) wird die Augenlinse zunehmend unflexibler und eine Gleitsichtbrille kommt zum Einsatz.

Nicht kneifen

Fehlsichtigkeiten haben also etwas mit der „Bauart“ des Auges zu tun. Eine von uns für Sie individuell angepasste Brille gleicht den dadurch entstehenden Brechungsfehler schlicht und einfach aus. Auf die Anatomie des Auges hat sie keine Auswirkungen. Verzichten Sie bei einer geringeren Kurzsichtigkeit bewusst auf die Brille, kann zwar durch das Zusammenkneifen der Augen eine minimale Verbesserung erreicht werden. Das funktioniert aber nur bei einer sehr geringen Fehlsichtigkeit, und zudem kann der verkniffene Gesichtsausdruck kaum ein annehmbarer Dauerzustand für Sie sein, oder? Bei Weitsichtigkeit ist das Auge hingegen bis zu einem gewissen Grad und Alter in der Lage, den Baulängenfehler auszugleichen. Die Brille nimmt jedoch auch hier keinen Einfluss auf die Entwicklung der Fehlsichtigkeit.

Keine Lust auf Brille?

Durch den Verzicht auf eine Brille können die Augen nicht trainiert werden. Sollten Sie aus anderen Gründen auf die Brille verzichten wollen, vielleicht weil Sie manchmal einfach keine Lust auf Brille haben? Dann lassen Sie sich von uns doch dazu einmal beraten, vielleicht sind Kontaktlinsen eine gute Alternative für Sie?

Nicht nur die IFA macht richtig sehend mehr Spaß

Heute startet die Internationale Funkausstellung in Berlin (IFA), und wer die richtigen Brillengläser in seiner Fassung hat, kann die Neuheiten dort richtig genießen. Ohnehin wird in diesem Rahmen aber wieder einmal sehr deutlich, dass jeder unbedingt auf seine Augen achten sollte, um richtig korrigiert und mit den optimalen Brillengläsern versorgt, digitalem Sehstress vorzubeugen.

Auf der IFA 2018 sind sie die Stars: Smartphones, Tablets, Smart Watches und andere digitale Geräte, die unser Sehen einen ganzen Tag hindurch immer mehr belasten. Schon heute gilt als bewiesen: Übermäßiges, langes Starren auf kleine oder große Bildschirme kann uns schaden.Trockene und brennende Augen, Müdigkeit, eine verspannte Nacken- und Schultermuskulatur können die Folge sein. Kurz: „digitaler Sehstress“. Und auch für die zunehmende Kurzsichtigkeit in unserer Gesellschaft wird der permanente Blick auf den Bildschirm teilweise verantwortlich gemacht.

FOTO: ZEISS

Brillengläser gegen den digitalen Sehstress

Inzwischen hat die augenoptische Industrie Lösungen entwickelt, die dem digitalen Sehstress entgegenwirken. So verfügen zum Beispiel ZEISS Digital Brillengläser über die Digital Inside Technologie. Diese berücksichtigt die veränderten Sehbedingungen bei der Nutzung digitaler Endgeräte, die anders sind als zum Beispiel beim Lesen eines Buches. Der Effekt ist schnell spür- und erlebbar: Schriften, Videos und Bilder erscheinen brillanter und deutlicher, machen weniger Mühe beim Lesen oder Anschauen. Zusätzlich sind ZEISS Digital Brillengläser auf die schnellen Blickwechsel zwischen den kleinen Geräten und der Ferne optimiert, bieten also auf allen Entfernungen optimales Sehen. Dies alles zusammen verringert den digitalen Sehstress und sorgt für mehr Lebensqualität im digitalen Alltag.

Entlastung bei energiereichem LED-Licht

Damit nicht genug: Wer jetzt mit einem neuen Fernseher oder einem schicken Laptop von der IFA liebäugelt, sollte sich überlegen, seine neuen Brillengläser mit einem Blaulichtfilter auszustatten. Denn moderne LED-Displays emittieren vermehrt Strahlung im kurzwelligen und gleichzeitig energiereichem blauen Bereich. Sie stehen zumindest im Verdacht, die Netzhaut über lange Sicht zu schädigen. Mit einer speziellen Beschichtung, wie ZEISS sie anbietet, wird der kritische blaue Lichtanteil der Displays teilweise reduziert und die Augen somit ein wenig entlastet. Die Beschichtung lässt sich beim Kauf von ZEISS Brillengläsern einfach optional mit bestellen. Lassen Sie sich dahingehend gerne von uns beraten, wir wissen, welche Brillengläser für welchen Zweck für Sie die besten sind. Egal, ob Sie auf der Suche nach einem Allrounder auf der Nase sind oder eine spezielle Brille für eine besondere Tätigkeit suchen – wir haben das komplette Zeiss-Programm und noch mehr für Sie zur Auswahl.

Mit der richtigen Brille mehr Spaß am PC

Eine besondere Brille ist beispielsweise die Bildschirmbrille, die nicht nur für den Arbeitsplatz am Schreibtisch gedacht sein muss. Sie ist optimiert für klares, scharfes Sehen in nahen und mittleren Entfernungen, also genau für die Arbeit an Bildschirmen. Dies hilft bei einem Arbeitstag am PC, entspannt zu arbeiten und Verspannungen im Kopf- und Nackenbereich zu verringern. Wer also jetzt mit einem neuen Gerät von der IFA liebäugelt oder auch sonst gerne mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop seine Zeit verbringt, sollte sich am besten von uns einmal umfassend dazu beraten lassen. Dann machen die neuen Geräte gleich nochmal so viel Spaß.

Vertrauenssache

„Brillenkauf ist Vertrauenssache und geht nur über den persönlichen Kontakt zum Kunden“, sagt Jürgen Meyer nicht zum ersten Mal, aber dieses Mal prominent in der zur HAZ/Neue Presse Hannover.

 

Wir dürfen Ihnen das Interview an dieser Stelle als PDF das Meyer-Interview in der HAZ online zur Verfügung stellen. Es sagt viel über der Philosophie aus, die Meyer als Inhaber von Cammann Optik seit Jahrzehnten vorlebt. Nur das Zusammenspiel zwischen dem Augenoptiker und seinem Kunden ermöglicht Letzterem, optimales Sehen und tolles Aussehen. Aber lesen Sie selbst …

Kinder und Jugendliche: gutes Sehen für eine gesunde Entwicklung

Die Welt ist spannend und bunt. Nicht alle Kinder und Jugendlichen sehen sie gleich gut. Sehstörungen behindern die normale Entwicklung. Früherkennung und rechtzeitige Behandlung beugen lebenslangen Sehschwächen vor.
Es sind die vielen Dinge hier und da, die ein Kind wahrnimmt und begreift, um sich in seiner Umgebung zu orientieren. Rund vier Fünftel aller Informationen aus der Umwelt gelangen über die Augen ins Bewusstsein – und das von den ersten Lebenstagen an. Zwischen dem zehnten und zwölften Lebensjahr erreichen Kinderaugen normalerweise die volle Sehschärfe. Störungen bremsen diesen Prozess aus – und damit auch die gesamte Entwicklung des Kindes.

Mehr Bücher, mehr Bildschirm – Augen sind gefordert 

Mehr Bildung geht mit mehr Schul- und Ausbildungsjahren einher. Medientechnik mit immer mehr Allrounder-Qualitäten hält unaufhaltsam Einzug in Elternhaus, Kinderzimmer und Klassenraum. Die Augen schauen länger in Bücher und öfter auf Displays, Heranwachsende halten sich weniger im Freien auf als früher. Das birgt Risiken. Als Alarmzeichen gilt die stark zunehmende Kurzsichtigkeit von Kindern und Jugendlichen in Asien. Beispiel Taiwan: 1986 waren 20 Prozent der zehnjährigen Schüler kurzsichtig, im Jahr 2000 bereits die Hälfte.
Höhere Bildung, mehr Kurzsichtige – das fanden Wissenschaftler auch in Deutschland heraus: 53 Prozent der Hochschulabsolventen und 35 Prozent der Personen mit Abitur oder Berufsabschluss können nur noch Nahes gut sehen; von denen ohne Ausbildung und ohne höheren Schulabschluss sind nur knapp ein Viertel kurzsichtig.

Rund ums Sehen der Kinder und Jugendlichen:

  • Jedes zehnte Kind in Deutschland kann nicht richtig sehen.
  • 60 Prozent der Sehschwächen von Kindern bleiben zu lange unerkannt.
  • Mehr als ein Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland sind kurzsichtig.
  • Ein um 30 Prozent höheres Risiko für Kurzsichtigkeit haben Kinder, die weniger als eine Stunde täglich draußen verbringen, gegenüber Kindern, die mehr als zwei Stunden im Freien sind.
    ï Ab einem Alter von sechs Jahren entwickelt sich die sogenannte Schulkurzsichtigkeit (Schulmyopie).
  • Fast jeder zehnte Grundschüler trägt eine Brille.
  • Ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler nehmen fehlsichtig ohne Sehhilfe am Schulsport teil.

Foto: KGS

Sehtrends Bildschirm und Display

Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit damit, auf Bildschirme und Displays zu schauen. Das heißt intensive Naharbeit für die Augen und weniger Aufenthalt im Freien – beides Faktoren zur Entstehung von Kurzsichtigkeit.
Junge Augen und Lebensqualität. Das Baby lächelt, wenn sich die Eltern über das Kinderbettchen beugen. Es wendet sich dem bunten Spielzeug zu, es geht krabbelnd auf Entdeckungstour. Kann der Sprössling laufen, erweitern sich Aktionsradius und Gesichtsfeld. In der Schule lernt das Kind lesen, schreiben, rechnen. So normal, so selbstverständlich? Dass die Augen den Ausschlag für Lebensqualität, Selbstbewusstsein und Motivation geben, fällt erst auf, wenn sie nicht optimal funktionieren.

Bewegen, spielen, lernen – Augen auf für gutes Sehen

Wenn ein Kind den Ball nicht fangen kann und nicht so flink ist wie die anderen, muss das nichts mit Unsportlichkeit zu tun haben. Geschicklichkeit und Beweglichkeit hängen in hohem Maße vom Sehvermögen ab – denn wer schlechter sieht, reagiert später. Je besser Sehschärfe und räumliches Sehen, desto besser ist die Koordination bei Sport und Spiel. Für Kinder und Jugendliche mit Wahrnehmungsdefiziten besteht ein hohes Unfall- und Verletzungsrisiko. Die Anforderungen in der Schule verlangen ebenfalls volle Wahrnehmung und ganze Aufmerksamkeit. Ein Kind mit Augenproblemen nimmt Buchstaben und Zahlen nicht richtig wahr. Es muss sich mehr anstrengen und kann sich nicht konzentrieren. Folgen schlechte Noten, bleibt schon mal die Anerkennung aus und die Motivation sinkt. Im Kindesalter unerkannte Sehdefizite wirken nach: Berufsausbildung und Studium verlangen jungen Menschen, die schlechter sehen, mehr Mühen ab.

Aufmerksam unterwegs – Augen auf für sichere Verkehrsteilnahme

Kids haben allein aufgrund ihrer Körpergröße nicht den Überblick über das Verkehrsgeschehen wie Erwachsene. Kommt mangelnde Sehleistung hinzu, kann es lebensgefährlich werden. Nur mit gutem Sehvermögen lassen sich Hindernisse, Geschwindigkeiten und Entfernungen richtig einschätzen. Eltern sollten auf jeden Fall die Augen ihrer Kinder frühzeitig von einem Augenarzt auf Sehdefizite prüfen lassen. Außerdem müssen Erwachsene schon mit den Jüngsten trainieren, sich richtig und sicher auf der Straße zu verhalten. Das übt sich am besten zu Fuß und nicht per Elterntaxi. Nur so lernen die Kids, motorisierte und radelnde Verkehrsteilnehmer gut wahrzunehmen, die Straße gefahrlos zu überqueren und sich selbst als Verkehrsteilnehmer korrekt zu verhalten.

Mitten im Leben – Augen auf für Erfolge, Spaß und Freunde

Wer gut sieht und wahrnimmt, kann auch besser mitmachen und mithalten. Das betrifft alle Lebensbereiche, angefangen beim Spiel der Kleinsten über das Lernen in der Schule bis hin zu Freizeitbeschäftigungen und Sport. Mit guten Augen greift das Baby gezielt zur Rassel – die Eltern jubeln. Gesunde Augen sehen besser, was auf der Schultafel und im Buch steht – das Lernen macht Spaß, Schulnoten auf dem oberen Ende der Skala spornen die Schülerinnen und Schüler an. Bei sportlichen und anderen körperlichen Aktivitäten ist gutes Sehen die Basis für die Koordination von Augen, Händen und Füßen: Wer den Ball besser fängt und auf dem Bolzplatz mit Übersicht spielt, gehört zu den Favoriten bei Mannschaft und Zuschauern. Selbst mit Sehdefiziten brauchen Kinder und Jugendliche nicht ins Abseits zu geraten. Sehfehler können behandelt beziehungsweise mit Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden. Voraussetzung: Die Augen von klein auf prüfen lassen – besonders bei bekannten Sehschwächen in der Familie. Denn Kinder und Jugendliche mit gutem Sehvermögen haben mehr Freude und Erfolg an Spiel, Sport und Schule; gewinnen Anerkennung und Motivation; ziehen sich nicht zurück; sind sicherer bei ihren Aktivitäten.

Den Originaltext und mehr Informationen zum Thema finden Sie unter www.sehen.de

Gute Sicht im Urlaub: mit Kontaktlinsen

Auch und gerade in der schönsten Zeit des Jahres sind Kontaktlinsen für viele unverzichtbar. Für ungetrübte Sicht im Flugzeug, am Strand, auf dem Festival oder beim Schwimmen haben wir praktische Tipps für Sie:

Vor dem Urlaub:
Denken Sie rechtzeitig daran, eventuell Tages-, Wochen- oder Monatslinsen bei uns nachzubestellen. Und wenn Sie noch kurz vor Ihrem Urlaub planen, auf Kontaktlinsen umzusteigen, sollte die Linsen rechtzeitig angepasst und zuhause schon eine Zeitlang „eintragen“ werden. Fragen Sie uns gerne, wir beraten Sie dazu. Die Umstellung auf Tageslinsen kann für einen Urlaub sinnvoll sein: Die tägliche Reinigung entfällt und somit auch die Mitnahme der Pflegemittel. Auch für einen Festival-Kurztrip sind Tageslinsen absolut empfehlenswert, da sie die wichtige Hygiene gewährleisten. Aber: die passenden Pflegemittel sind bei uns auch in kleinen, praktischen Reisegrößen erhältlich.
Ein Ersatzpaar gehört bei weichen Linsen mit kürzeren Trageintervallen auf jeden Fall ins Gepäck. Dauert die Reise zum Zielort besonders lange, sind lange Touren zwischendurch geplant oder weicht der Tagesablauf mit geplanter Linsentragezeit stark vom gewohnten Alltag mit Kontaktlinse ab, können wir Sie auch eventuell zu Kontaktlinsen mit verlängerter Tragedauer beraten. Diese eignen sich allerdings nicht für jeden Träger. Keinesfalls sollte man einfach die gewohnten Linsen länger tragen als vorgesehen. Um Reizungen oder Infektionen im Urlaub vorzubeugen, müssen die jeweiligen Tragevorschriften genau beachtet werden.

Auch wir machen gerade Urlaub, mit Brillen und Kontaktlinsen. Ab dem 16. Juli sind wir wieder ausgeruht für Sie da!

Pflege muss sein:
Bei Tageslinsen entfällt die tägliche Reinigung, alle anderen Kontaktlinsen benötigen im Urlaub dieselbe Pflege wie gewohnt. Wer möchte schließlich ausgerechnet im Urlaub eine Augenreizung oder -entzündung riskieren? Allerdings lohnt sich zuvor ein Blick auf die Anwendungshinweise, die meisten Pflegemittel dürfen nämlich nicht dauerhaft bei zu warmen Temperaturen gelagert oder großer Hitze ausgesetzt werden. Im Gegensatz zu Kombilösungen sind Peroxid-Systeme generell unempfindlich gegen Hitze – anders als die dafür benötigten Neutralisationstabletten. Für einen Urlaub in sehr warmen Regionen eignet sich deshalb ein Peroxidsystem mit Platinkatalysator am besten. Dennoch: Niemals Pflegemittel im parkenden Auto lassen und am Urlaubsort an einem möglichst kühlen, dunklen Ort aufbewahren.
Für unterwegs oder für das Handgepäck im Flugzeug sind einzelne Ampullen mit einer Kombilösung von Vorteil, falls die Linsen herausgenommen werden müssen. Natürlich darf ein zweiter, sauberer Linsenbehälter nicht fehlen.
Und: Auch unterwegs immer gründlich die Hände waschen und trocknen, bevor sie mit den Linsen in Berührung kommen. Dort, wo dies nicht möglich ist, bietet sich ein spezielles Handdesinfektionsgel an, das die Augen nicht reizt.
Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie sich vor der Reise noch einmal mit uns in Verbindung setzen und sich beraten lassen.

Im Flieger:
Im Flugzeug ist die Luft besonders trocken. Auf kurzen Flügen sorgen Feuchtigkeitstropfen für angenehmes Kontaktlinsentragen. Die Nachbenetzungstropfen sind auf Reisen nicht nur für trockene Augen empfehlenswert, auch in staubiger oder windiger Umgebung leisten sie gute Dienste. Auf längeren Flügen sollten die Linsen vielleicht besser im Handgepäck mitreisen und erst bei der Ankunft eingesetzt werden, so müssen sie auch bei einem Nickerchen an Bord nicht extra herausgenommen werden. Pflegemittel gibt es auch in kleinen Größen oder Ein-Dosis-Ampullen für das Handgepäck.

Kontaktlinsen plus Sonnenbrille:
Die Sonnenbrille ist auch für Kontaktlinsenträger unverzichtbares Accessoire. Denn: Auch, wenn die Linsen mit UV-Schutz ausgerüstet sind, bedecken sie nur einen kleinen Teil des Auges. Für einen sonnigen Tag am Strand, am Wasser oder im Gebirge reicht dieser Schutz nicht aus. Helles Sonnenlicht blendet nicht nur unangenehm, die UV-Strahlung kann auch Augenreizungen oder langfristig schwere Augenerkrankungen auslösen.

Schwimmen und Tauchen mit Kontaktlinsen:
Wasserkontakt ist für weiche Kontaktlinsen tabu, darüber hinaus können sie ebenso wie formstabile Linsen aus dem Auge gespült werden. Eine wasserdichte und gut sitzende Schwimmbrille schützt Augen und Linsen gleichermaßen. Eine Alternative sind Schwimmbrillen mit Korrektionswirkung.

Zu guter Letzt:
Auch eingefleischte Kontaktlinsenträger sollten niemals auf die Ersatzbrille verzichten. Wer lange verreist und die (Maß-)Linsen mit langem Trageintervall zuhause lassen möchte, kann diese bei uns sterilisieren lassen, anschließend werden die Linsen dann in einem Behälter versiegelt.

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