Adventsgrüße

Wir senden Ihnen heute Grüße zum 1. Advent von der Königstraße – lassen Sie es sich gut gehen!

Sicher mit Durchblick

Die Wintersportsaison ist eröffnet. Etwa 15 Millionen deutsche Ski- und Snowboardfahrer stürzen sich in den nächsten Monaten wieder ins weiße Vergnügen. Jährlich müssen nach Angaben der Stiftung Sicherheit im Sport 40.000 bis 50.000 Skifahrer nach einem Unfall ärztlich versorgt werden. Auch, weil ihnen der Durchblick fehlt: denn nahezu ein Drittel der Wintersportler ist fehlsichtig auf der Piste unterwegs.

Das muss nicht sein, es gibt einige Möglichkeiten, den Durchblick in den Bergen zu behalten. Unsere Tipps für die Wintersportbrille:

  1. Gebogene Gläser aus bruchsicherem Polycarbonat für Schutz vor Wetter und bei Unfällen.
  2. 100-prozentiger UV-Schutz für die Augenpartie (UV-400-Kennzeichnung).
  3. Uneingeschränktes Gesichtsfeld für gute Rundumsicht.
  4. Getönte Scheiben für blendfreie, kontrastreiche Sicht: Tönungsstufe 4 für Gletschertouren, Stufe 3 für Abfahrten. Braune Gläser für reale Farbwiedergabe, Rot und Orange für stärkere Kontraste, Gelb bei trübem Wetter und in der Dämmerung. Wechselglas-Systeme bieten hier Flexibilität.
  5. Nasenpads, Schaumstoffauflagen und verstellbare Bügel mit Grip für Komfort und festen Sitz.
  6. Belüftungssysteme, Doppelverglasung und Antifog-Beschichtungen für beschlagfreie Gläser.
  7. EU-Qualitätssiegel CE auf der Bügelinnenseite.

Kombination Skibrille und Kontaktlinsen

Kontaktlinsen punkten mit einer uneingeschränkten Sicht und optimaler Bewegungsfreiheit, sie verrutschen, beschlagen oder zerbrechen nicht. Und, sie stören nicht unter der Schutzbrille und unter dem Helm. Fragen Sie uns einmal danach.

Herausforderung: Digitales Sehen

Die Augen haben sich über Jahrmillionen zu hochleistungsfähigen Sinnesorganen entwickelt. Nun bekommen sie es aber im Eiltempo mit Bildschirmen und Displays zu tun. Das wirkt wie ein Crashkurs auf die Sehorgane und belastet sie und unseren gesamten Körper. Unter Fachleuten sind die Begriffe Computer Vision Syndrome (CVS), Office Eye Syndrom oder digitaler Sehstress bereits Gang und Gäbe. Mit CVS-Symptomen sollen sich laut Studien bereits 70 Prozent der Computernutzer herumplagen.

Dauerhaftes Sehen im Nahbereich macht kurzsichtig

Der Blick in der digitalisierten Welt richtet sich auf Monitore verschiedener Größen, und zwar in nahen Distanzen oft stundenlang. Zudem findet die Beschäftigung mit digitalen Geräten meist in Innenräumen statt. So gönnt sich der Mensch weniger entspannte Fernsicht und weniger Tageslicht. Sehprobleme sind die Folge. Sie äußern sich unter anderem als brennende, gerötete, tränende oder trockene Augen.

Hinzu kommt das Risiko zunehmender Kurzsichtigkeit. Forscher haben festgestellt: Fast jeder zweite der 25- bis 29-jährigen Europäer ist kurzsichtig, unter den 65- bis 69-jährigen nur etwa jeder sechste. In Deutschland sind inzwischen gut zwei Drittel der jungen Menschen von dieser Sehschwäche betroffen – erklärt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG).

Daneben können künstliche Effekte wie 3D, virtuelle und erweiterte Realitäten oder Blaulicht von Bildschirmen und Displays die Augengesundheit gefährden. Das reicht von Anstrengungsbeschwerden bis hin zur schweren Augenerkrankung Makuladegeneration. Wir können mit einem Sehtest und einer ausführlichen Augenprüfung den Zustand Ihrer Augen checken – und dabei geben wir Ihnen auch gerne ein paar leicht zu befolgende Tipps, wie Sie Ihren Augen und damit Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun können.

Für weitere Informationen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

Brillengläser für sichere Fahrt

So langsam aber sicher kommt der Winter trotz des oft noch immer sehr schönen Wetters näher. Jetzt zeigt sich noch einmal besonders, wer hinter dem Steuer gut sieht und wer nicht! Frei nach dem Motto „Autofahren ist wie Schwimmen oder Fahrradfahren, man verlernt es nicht“ vergessen viele Autofahrer, wie wichtig gute Sicht ist. Dazu gehört nicht nur eine regelmäßige Überprüfung des Sehvermögens bei uns, sondern gegebenenfalls auch die richtige Brille.

33 Millionen Autofahrer sind Brillenträger; was für eine Zahl! Speziell für diese Zielgruppe und Situationen mit schlechter Sicht haben verschiedene Brillenglashersteller nun neue Lösungen entwickelt, die wir für Sie im Programm haben. Die neuen Lösungen für Autofahrer werden bei Einstärken- und Gleitsichtbrillen zum einen durch ein spezielles Brillenglas-Design erreicht, zum anderen durch eine Veredelung oder Beschichtung des Glases.

Blendfrei sehen

Eine gute Entspiegelung trägt bereits zum blendfreien Sehen bei – gerade bei Regen, wenn sich Scheinwerfer- oder Ampellichter auf nasser Fahrbahn spiegeln. Bei Dämmerung oder in der Nacht müssen die Augen trotzdem Schwerstarbeit leisten. Denn die Pupille ist in der Dunkelheit weiter geöffnet, das Auge reagiert deshalb empfindlicher auf Lichteinwirkung. Neue Scheinwerfertechnologien wie Xenon oder LED blenden stärker. Bei den Brillengläsern speziell für Autofahrer liegt der Fokus deshalb auf der Reduktion von Lichtreflexen im Blaulichtbereich, auf die das Auge im Dunkeln besonders empfindlich reagiert. Dieses oft als unangenehm empfundene und möglicherweise für die Netzhaut schädliche, kurzwellige Licht strahlt vor allem von modernen Leuchtmitteln wie beispielsweise Xenon-Scheinwerfern, aber auch Tablets, Smartphones oder Bildschirmen ab.

Kontraste und Blickwechsel

Für besseres Kontrastsehen und Blendschutz sind darüber hinaus minimal getönte Gläser (rund 15 Prozent Tönung) erhältlich, die auch abends oder nachts zum Autofahren geeignet sind. Für Träger einer Gleitsichtbrille ist beim Autofahren ein erweiterter, scharf abgebildeter Randbereich von Vorteil. Dies wird bei Autofahrergläsern gezielt umgesetzt, um den Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht beziehungsweise zwischen Armaturenbrett, Spiegel, Navigationsgerät und Straße zu erleichtern.

Alltagstauglich

Für Autofahrer optimierte Gläser bedeuten nicht, dass jeder Fahrer eine Zweitbrille benötigt. Die neue Technologie ist vollkommen alltagstauglich. Einige eignen sich aufgrund der Blaulichtreflexion beispielsweise auch gut für die Bildschirmarbeit. Lediglich Berufsgruppen wie zum Beispiel Grafiker oder Designer sollten darauf achten, dass die Autofahrerbrille keinen Einfluss auf die Farbwahrnehmung nimmt. Normalerweise ist ein solcher Effekt aber minimal und subjektiv nicht bemerkbar.

Gerne beraten wir Sie umfassend zu diesem Thema und finden im Falles des Falles das passende Brillenglas für Ihre individuellen Ansprüche.

Vorsicht zu Halloween! Tipps im Umgang mit Kontaktlinsen

In weniger als zwei Wochen ist es wieder soweit: am 31.10. ist Halloween. In dieser letzten Oktobernacht verwandeln sich Menschen dank Fun-Kontaktlinsen in Vampire, Zombies oder Hexen. Schön gruselig, aber mit Vorsicht zu betrachten. Falsch angewandt können diese Kontaktlinsen die Augen dauerhaft schädigen. Vor allem Kontaktlinsen-Neulingen fehlt es an Informationen – das möchten wie gerne ändern.

Foto: KGS

Farbige Kontaktlinsen oder solche mit Motiven sind kosmetische Linsen, die das Aussehen des Auges verändern. „Per se geht von ihnen keine Gefahr aus. Fehlanwendungen und die unkontrollierte Abgabe können aber wie bei normalen Kontaktlinsen auch gravierende Folgen haben. Hinzu kommen Einschränkungen beim Sehen“, warnt Dr. Stefan Bandlitz, Dozent an der Höheren Fachschule für Augenoptik Köln in einem Interview mit dem Kuratorium Gutes Sehen.

Wenn Sie Fragen zur Anwendung von Kontaktlinsen generell und speziell zu Motivlinsen haben, und natürlich auch, wenn Sie sich für eine von uns unbedingt empfohlene Anpassung interessieren, zögern Sie nicht, sich bei uns dazu zu melden. Ein paar Tipps gibt es bereits jetzt:

Kontaktlinsen anpassen lassen
Funlinsen gibt es ohne und mit Korrektionswerten natürlich auch im Internet oder in Drogerien zu kaufen – allerdings nur in Standardgrößen. Die Augen sind aber so individuell wie ein Fingerabdruck. Passen die Linsen nicht, kann es nicht nur zu Reizungen, sondern schlimmstenfalls zu nachhaltigen Schäden der Hornhaut kommen. Wir passen die Kontaktlinsen an, beraten Sie und geben natürlich wichtige Tipps zu Handhabung und Pflege.

Beim Kauf beachten
Auf kosmetischen Kontaktlinsen, die auf der Oberfläche pigmentiert sind, haften Bakterien besonders gut. Kaufen Sie deshalb nur Kontaktlinsen, bei denen die Farbe eingelagert ist oder die im sogenannten Sandwichverfahren hergestellt wurden.

Hände waschen
Hygiene ist das A und O beim Umgang mit Kontaktlinsen. Vor jedem Auf- und Absetzen müssen die Hände gründlich gewaschen werden.

Autofahren verboten
Funlinsen können das Gesichtsfeld einschränken und die Kontrastempfindlichkeit reduzieren. Auch das Risiko von Abbildungsfehlern steigt. Hinterm Steuer und generell im Straßenverkehr haben Funlinsen deshalb nichts verloren.

Tauschen untersagt
Schnell mal die Viper- gegen die Blood-Shot-Linsen tauschen? Bloß nicht! Wer die Linsen einfach so mit anderen tauscht, holt sich Krankheitserreger direkt aufs Auge und riskiert eine Infektion.

Tragezeiten und Nutzungsdauer einhalten
Nach der vom Hersteller vorgegebenen Nutzungsdauer und der von uns empfohlenen Tragezeit ist „Schluss mit lustig“. Tageslinsen werden nach dem Spaß gleich entsorgt, mehrmals nutzbare Linsen mit dem dafür empfohlenen Pflegemittel gründlich gereinigt, desinfiziert und bis zur nächsten Party gut verschlossen aufbewahrt. Da kosmetische Kontaktlinsen weniger Sauerstoff ans Auge lassen als normale Kontaktlinsen, dürfen sie auch nur kürzere Zeiten am Tag getragen werden

Wissen, das wir weitergeben

Weiterbildung ist neben der Erfahrung, über die wir verfügen, unser großes Plus für unsere Kunden. Am vergangenen Wochenende haben wir uns wieder über die aktuellsten Trends und Themen in der Augenoptik und Optometrie informiert; mehr noch, im Rahmen der Obermeistertagung des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen hat sich der Chef als Delegierter zum ZVA für den Beruf und die Branche eingesetzt.

Foto: ZVA/Magner

Die Themen bei den Sichtkontakten vom 12. bis 14. Oktober in München waren für die Augenoptiker, Optometristen und Verbandsvertreter breit gefächert und praxisorientiert. Am gesamten Wochenende standen über 50 Workshops, Vorträge und Veranstaltungen mit erstklassigen Referenten aus der Optometrie und Augenheilkunde auf dem Programm. Von der Digitalisierung in der Augenoptik und dem Angebot optometrischer Dienstleistungen über die professionelle Versorgung bestimmter Sehprobleme oder der Tränenfilmanalyse bis hin zur Kontaktlinsenanpassung bei besonderen Indikationen konnten sich die Fachleute ein individuelles Programm erstellen. Das haben auch wir für Sie getan.

Unter der Dachmarke Sichtkontakte sind seit dem vergangenen Jahr wichtige Branchentermine und Fortbildungsveranstaltungen der Augenoptik an einem Wochenende kompakt zusammengelegt. Die Internationale Vereinigung für Binokulares Sehen (IVBS), die Vereinigung Deutscher Contactlinsen-Spezialisten und Optometristen (VDCO) sowie der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) freuen sich regelmäßig, viele Fachleute und Vertreter der Branche begrüßen zu können. Neben den einzelnen Tagungen und Fortbildungsangeboten der drei Organisatoren fand am Sonntag der gemeinsame Tag der Optometrie statt, dort haben wir unter anderem die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung mit auf den Weg nach Hause bekommen.

Dieses Wissen möchten wir gerne an Sie weitergeben, profitieren Sie von unseren Know-how. Wir freuen uns auf Sie.

Woche des Sehens

Die diesjährige Aktionswoche rund um die Themen Blindheit und Sehbehinderung ist heute am 8. Oktober gestartet. Iim gesamten Bundesgebiet finden acht Tage lang hunderte Veranstaltungen statt, die dazu einladen, sich zu informieren und zu engagieren. „Mit anderen Augen – weltweit Armut verhindern“ heißt das Motto, unter dem die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) in der Woche des Sehens aktiv sind. Gemeinsam mit Organisationen aus den Bereichen Selbsthilfe, Augenmedizin und Entwicklungshilfe rufen sie dazu auf, den Blickwinkel zu ändern und die Welt mit anderen Augen zu betrachten und sensibler den Themen Blindheit und Sehbehinderung zu begegnen.

Traditionell schließt die Woche des Sehens zwei internationale Aktionstage mit ein: den „Welttag des Sehens“ am 11. Oktober und den „Tag des weißen Stocks“ am 15. Oktober. Letztgenannter bildet zugleich den Abschluss der Kampagne. 

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Welttag des Sehens: Blindheit stärker bekämpfen – weltweites Armutsrisiko senken FOTO: CBM

Blindheit und Armut hängen in Entwicklungsländern eng zusammen: Wer arm ist, kann sich häufig eine medizinisch notwendige Augenbehandlung nicht leisten und erblindet damit viel wahrscheinlicher an der Erkrankung. Und wer blind ist, findet oft keine bezahlte Arbeitsstelle, um seinen Lebensunterhalt zu  bestreiten. So bedeutet eine Sehbehinderung in Entwicklungsländern, oft auch arm zu sein – ein Teufelskreis droht. Darauf weisen die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) zum Welttag des Sehens am 11. Oktober hin. Um das zu ändern, helfen die beiden Organisationen Menschen in betroffenen Ländern und Regionen, der Armutsfalle zu entkommen. Dabei konzentrieren sie sich vor allem auf die wirtschaftlich schwachen Regionen der Welt. Weltweit sind 36 Millionen Menschen blind und 217 Millionen Menschen sehbehindert, obwohl mehr als 75 Prozent aller Erblindungen und Sehbehinderungen vermieden oder geheilt werden könnten. Grauer Star ist in Entwicklungsländern die häufigste Blindheitsursache.

Familienvater mit neuen Perspektiven

Wie eng der Zusammenhang von Armut und Behinderung ist, hat auch der Tansanier Mazaga Mahorosho am eigenen Leib erfahren. Er handelte mit Getreide, kaufte es auf Reisen auf dem Land ein und verkaufte es auf dem Markt in der Stadt Daressalam. Damit ernährte er seine siebenköpfige Familie und konnte sogar ein bisschen sparen. Die wenigen Rücklagen waren aber schnell aufgebraucht, als der 45-Jährige immer weniger sehen und deshalb nicht mehr arbeiten konnte. Die Familie rationierte das Essen und Mahorosho machte sich große Sorgen um die Zukunft. Erst als er von einem Augenkrankenhaus hörte, das die CBM in Daressalam fördert, schöpfte er Hoffnung. Der Augenarzt stellte fest, dass eine Operation ihn heilen kann. Denn der Graue Star trübte seine Linse. Der Eingriff bei Mahorosho verlief ohne Komplikationen. Der Familienvater kann wieder sehen und freut sich, seine Geschäfte fortsetzen zu können. Jetzt sieht er die Zukunft mit anderen Augen.

Bundesweite Aktionswoche im Oktober

„Mit anderen Augen – weltweit Armut verhindern“ heißt auch das Motto, unter dem das DKVB und die CBM in der Woche des Sehens aktiv sind. Gemeinsam informieren sie über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Augenerkrankungen weltweit. Beide Organisationen unterstützen in Entwicklungsländern Augenkrankenhäuser, mobile Kliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten. Außerdem beteiligen sie sich an der Kampagne „VISION 2020“ unter Federführung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die ebenfalls zum Ziel hat, vermeidbare Blindheit und Sehbehinderung zu überwinden.

Getragen wird die Woche des Sehens neben der CBM und dem DKVB vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von der Aktion Mensch, ZEISS und der VANDA Pharmaceuticals Germany GmbH. 

Mehr unter www.woche-des-sehens.de.

Foto: CBM

Neues aus der Wissenschaft

Vorweg, wir raten unseren Kunden ohnehin immer zu Gelassenheit. Stress ist nie gut, auch für die Augen nicht. Dass und wie sehr Stress die Sehkraft beeinflussen kann, zeigt eine neue Studie der Universitätsklinik Magdeburg, die auch aufzeigt, wie ein ganzheitlicher Behandlungsansatz den „Teufelskreis von Stress und fortschreitender Blindheit“ unterbrechen kann.

Anhaltender psychischer Stress könne erheblich zu einer Sehverschlechterung beitragen, so die Veröffentlichung im EPMA Journal, dem offiziellen Journal der European Association for Predictive, Preventive, and Personalized Medicine. Die Auswirkungen dieser Ergebnisse auf die klinische Praxis seien erheblich: Beim Arzt-Patient-Gespräch sollten demnach auch die Behandlungen zum Stressabbau, zum Beispiel durch psychologische Beratung besprochen werden, um diese Folge-Erscheinungen zu unterbrechen.

Psychosomatischer Aspekt

„Es gibt deutliche Hinweise auf eine psychosomatische Komponente des Sehverlustes, denn Stress ist eine wichtige Ursache – und nicht nur eine Folge – des fortschreitenden Sehverlustes infolge von Erkrankungen wie Glaukom und Optikusneuropathie”, wird Prof. Bernhard Sabel, Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie der Universität Magdeburg und Leiter der Studie, zitiert. Sabel habe einen ganzheitlichen Behandlungsansatz entwickelt, der Stressmanagement, Patientenaufklärung und Techniken zur Wiederherstellung der Sehkraft am SAVIR-Center für Sehstörungen in Magdeburg kombiniert. Die Studie, die im November 2018 auf der 5. Internationalen Konferenz „Low Vision and Brain” in Berlin vorgestellt wird, basiert auf einer umfassenden Analyse von Hunderten veröffentlichter Forschungsergebnisse und klinischer Berichte über den Zusammenhang von Stress und Augenerkrankungen. Einige Fallberichte zeigten, wie Stress den Sehverlust induziert und wie Stressabbau zur Wiederherstellung des Sehvermögens beiträgt.

 

 

Gehirn ist am Sehverlust beteiligt

„Kontinuierlicher Stress und langfristig erhöhte Cortisolwerte können sich negativ auf das Auge und das Gehirn auswirken, da das vegetative Nervensystem unausgeglichen ist, die Blutgefäße dysreguliert werden und der Augeninnendruck steigt”, erklärte Sabel. Demnach seien sowohl das Auge als auch das Gehirn am Sehverlust beteiligt, eine Tatsache, die oft nicht bedacht und in der medizinischen Literatur nicht systematisch dokumentiert werde. Während viele Patienten vermuteten, dass psychischer Stress zu ihrem Sehverlust beigetragen habe, gebe es nur wenige wissenschaftliche Berichte, die das Verhältnis von Stress, Sehverlust und Wiederherstellung des Sehvermögens betrachteten. „Das Verhalten und die Worte des behandelnden Arztes können weitreichende Folgen für die Prognose des Sehverlustes haben. Vielen Patienten wird gesagt, die Prognose sei schlecht und dass sie sich darauf vorbereiten sollten, eines Tages blind zu werden. Selbst wenn dies bei weitem nicht sicher ist und eine vollständige Blindheit fast nie auftritt, bilden die daraus resultierende Angst und Besorgnis eine neurologische und psychologische Doppelbelastung mit physiologischen Folgen, die den Krankheitszustand oft verschlechtern”, ergänzt Dr. Muneeb Faiq, PhD, All India Institute of Medical Sciences, New Delhi, Indien, und Department of Ophthalmology, NYU Langone Health, New York University School of Medicine, und ein Co-Investigator der Studie. Erhöhter Augeninnendruck, endotheliale Dysfunktion (Flammer-Syndrom) und Entzündungen seien einige der Folgen von Stress, die weitere Schäden verursachen.

Zusätzliche Therapien wie Hirnstimulation, Entspannungsreaktion, Wiederherstellung des Sehvermögens, Angstmanagement und soziale Unterstützung wirkten Stress entgegen und induzierten eine Entspannungsreaktion, indem sie das vegetative System durch Reduzierung der sympathischen und Steigerung der parasympathischen Aktivität wieder ins Gleichgewicht bringen. Sie wurden erfolgreich in Verbindung mit Therapien eingesetzt, um die Durchblutung des Auges zu erhöhen und damit das Fenster für die Wiederherstellung des Sehvermögens zu öffnen.

Stressreduktion auch als potenziell präventive Maßnahme

Die Forscher glauben, dass dieser ganzheitliche Ansatz im klinischen Management von Augenerkrankungen breiter eingesetzt werden könnte. Sie empfehlen Stressreduktions- und Entspannungstechniken (z. B. Meditation, autogenes Training, Stressmanagement-Training, Psychotherapie) nicht nur als Ergänzung traditioneller Behandlungen des Sehverlustes, sondern auch als potenziell präventive Mittel gegen das Fortschreiten des Sehverlustes.
Des Weiteren sollten Ärzte ihr Bestes tun, um eine positive Einstellung und Optimismus zu vermitteln und ihren Patienten die Informationen zu geben, auf die sie Anspruch haben, insbesondere in Bezug auf die Bedeutung von Stressreduktion.
Stressmanagement sei auch für Betreuer und Familienmitglieder relevant, deren Unterstützung und Ermutigung zu einem stressfreien Zustand beitragen, was wiederum Stressauslöser reduzieren kann. „Stressreduktion sollte demnach ein ergänzendes Behandlungsziel sein“, so Sabel, „denn eine ganzheitliche Ergänzung der augenärztlichen Behandlungen etwa mit Elektrostimulation und Entspannungsverfahren bietet neue Chancen, die Sehleistung bei Erkrankungen wie dem Glaukom oder der Schädigung des Sehnervs zu verbessern.“
Sabel und seine Kollegen stellen fest: „Weitere klinische Studien sollen durchgeführt werden, um die kausale Rolle von Stress bei verschiedenen Erkrankungen mit niedrigem Sehvermögen zu bestätigen und um verschiedene Anti-Stress-Therapien zur Verhinderung des Fortschreitens sowie zur Verbesserung der Sehkraft als Grundlage der psychosomatischen Ophthalmologie zu evaluieren“.

Originalpublikation: 
Sabel BA, Wang J, Cárdenas-Morales L et al. Mental stress as consequence and cause of vision loss: the dawn of psychosomatic ophthalmology for preventive and personalized medicine. EPMA Journal 2018;9:133.
Quelle: Universitätsklinikum Magdeburg

Lebensgewohnheiten entscheiden

Haben Sie sich schon einmal überlegt, ob Sie zusätzlich zu Ihrer Brille oder hauptsächlich Kontaktlinsen tragen möchten? Ein Thema, bei dem eine fachmännische Beratung und die spätere Auswahl der Linsen für den Tragekomfort und damit für den Spaß am Linsentragen enorm wichtig ist. 

Welche die richtigen Kontaktlinsen sind, darüber entscheiden die Augen, die Lebensgewohnheiten und die Sehansprüche der Träger. Wichtig ist, dass die Linsen individuell angepasst und regelmäßig überprüft werden.

Der Kontaktlinsen-Markt ist so vielfältig wie die Anforderungen der Träger. „Nicht das Produkt ist entscheidend, sondern die Auswahl des richtigen Produktes für jeden einzelnen Träger durch den Anpasser.“, erklärt zum Beispiel Prof. Dr. Christian Kempgens vom Studiengang Augenoptik/Optometrie der Beuth Hochschule Berlin.

Die Anpassung ist für das Tragen von Kontaktlinsen eine Pflichtübung. Welche Linsen später die optimalen sind, entscheiden die Lebensgewohnheiten, die Sehansprüche und eben auch die Augen.

Hochsauerstoffdurchlässige Linsen für Vielträger

Für Menschen, die ihre Linsen täglich viele Stunden tragen, sind hochsauerstoffdurchlässige Linsen zu empfehlen. Dazu gehören formstabile Produkte, die sich mit jedem Lidschlag auf dem Auge bewegen. So wird der Tränenfilm unter der Kontaktlinse ständig ausgetauscht und das Auge mit Sauerstoff versorgt. Für viele Menschen sind dazu hochsauerstoffdurchlässige weiche Silikon-Hydrogel-Linsen eine Alternative. Wir haben damit in der Anpassung gute Erfahrungen gemacht. 

Weiche Linsen für hohen Tragekomfort

Weiche Kontaktlinsen sind größer als die Hornhaut, bewegen sich weniger und fühlen sich deshalb spontan komfortabler an. Die Augen gewöhnen sich schnell an die meist aus Silikon-Hydrogel bestehenden Linsen. Es gibt sie als Individual- und Austauschlinsen. Dabei gilt jedoch nicht, dass die Linse eine gute ist, die man am wenigsten auf dem Auge bemerkt: Vorsicht! Fragen Sie uns danach. Viele Menschen lieben auch die Flexibilität von weichen Einmallinsen und tragen sie täglich oder auch zeitweise beim Ausgehen, zum Sport oder in Kombination mit einer Sonnenbrille. Reinigung und Pflege entfallen hier, da sie nach dem Tragen einfach entsorgt werden. Allerdings sind diese standardisierten Sehhilfen nicht für jeden und nicht für ausgefallene Fehlsichtigkeiten gemacht.

Speziallinsen für besondere Sehkorrekturen

Mit der Entscheidung für weiche oder formstabile Linsen ist es aber nicht getan. Es gibt Produkte, die auf die veränderten Lebensverhältnisse wie das digitale Sehen oder die zunehmend älter werdende Bevölkerung abgestimmt sind. Alterssichtigen bieten beispielsweise multifokale Kontaktlinsen eine komfortable Alternative zur Gleitsichtbrille. Menschen mit Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) können torische Linsen nutzen. „Sogar das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit kann mittlerweile mit Kontaktlinsen verlangsamt werden“, so Prof. Kempgens.

Fast jeder Fehlsichtige kann von Kontaktlinsen profitieren. Wichtig ist, dass sie von Spezialisten angepasst werden und ihr Sitz regelmäßig überprüft wird. Sprechen Sie uns gerne einfach mal auf Kontaktlinsen an, wir haben bestimmt die passende Lösung für Sie. 

Bessere Sicht durch Verzicht auf Brille?

Der Mythos hält sich hartnäckig: Wer seine Brille regelmäßig trägt, dessen Augen gewöhnen sich daran und die Fehlsichtigkeit wird immer stärker. Wer stattdessen ab und zu auf die Brille verzichtet, kann damit angeblich seine Augen trainieren und die Verschlechterung aufhalten: Das stimmt natürlich nicht!

Wenn man sich zunächst fragt, warum eine Fehlsichtigkeit besteht, kommt man schnell dahinter, dass diese Behauptung nicht stimmen kann. Wer kurzsichtig ist, also eine Brille für die Ferne benötigt, hat in der Regel einen zu langen Augapfel, weshalb die weitere Umgebung unscharf erscheint. Wer hingegen weitsichtig ist, hat meist einen verkürzten Augapfel und benötigt eine Brille für die Nähe. Bei der Alterssichtigkeit (Presbyopie) wird die Augenlinse zunehmend unflexibler und eine Gleitsichtbrille kommt zum Einsatz.

Nicht kneifen

Fehlsichtigkeiten haben also etwas mit der „Bauart“ des Auges zu tun. Eine von uns für Sie individuell angepasste Brille gleicht den dadurch entstehenden Brechungsfehler schlicht und einfach aus. Auf die Anatomie des Auges hat sie keine Auswirkungen. Verzichten Sie bei einer geringeren Kurzsichtigkeit bewusst auf die Brille, kann zwar durch das Zusammenkneifen der Augen eine minimale Verbesserung erreicht werden. Das funktioniert aber nur bei einer sehr geringen Fehlsichtigkeit, und zudem kann der verkniffene Gesichtsausdruck kaum ein annehmbarer Dauerzustand für Sie sein, oder? Bei Weitsichtigkeit ist das Auge hingegen bis zu einem gewissen Grad und Alter in der Lage, den Baulängenfehler auszugleichen. Die Brille nimmt jedoch auch hier keinen Einfluss auf die Entwicklung der Fehlsichtigkeit.

Keine Lust auf Brille?

Durch den Verzicht auf eine Brille können die Augen nicht trainiert werden. Sollten Sie aus anderen Gründen auf die Brille verzichten wollen, vielleicht weil Sie manchmal einfach keine Lust auf Brille haben? Dann lassen Sie sich von uns doch dazu einmal beraten, vielleicht sind Kontaktlinsen eine gute Alternative für Sie?

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