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Sehstörungen und was sie bedeuten können

Blitze, schwarze Flecken, Flimmern oder sekundenlanger Sehverlust: Augenprobleme wie diese verunsichern zutiefst. Einige Sehstörungen sind harmlos, bei anderen ist schnelle Hilfe erforderlich. Wir möchten Ihnen die wichtigsten Sehstörungen einmal kurz erklären, damit Sie nicht weiter googeln müssen. Im Zweifel ist es aber immer besser, entweder bei uns kurz nachzufragen oder direkt den Augenarzt aufzusuchen. 

Flimmershow
Wenn es vor den Augen flirrt oder schwarz wird, ist meist Unterzuckerung oder eine Migräne der Grund. Das hilft: Blutzuckerspiegel mit Süßigkeiten erhöhen. Wenn möglich, einer Migräne rechtzeitig mit Tabletten vorbeugen. Wiederholen sich die Flacker-Beschwerden, sollte umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden.

Mückentanz
Bewegen sich einzelne Punkte flecken- oder schlierenartig mit der Blickrichtung, heißt das Phänomen Mouches volantes (fliegende Mücken). Das ist zumeist eine vorübergehende Alterserscheinung, die besonders beim Lesen auffällt. Zwei Drittel der 65- bis 85-Jährigen klagen darüber, stark Kurzsichtige meist schon früher. Intensives Licht verstärkt die Symptome. Nutzen Sie deshalb an hellen Tagen eine gute Sonnenbrille mit hohem Lichtschutz. Bei der Bildschirmarbeit hilft es, die Helligkeit und den Kontrast des Bildschirms zu drosseln. Eine Behandlung ist meist unnötig. In der Regel verschwinden die Beschwerden wieder von alleine.

Buchstabensalat
Scheinen Buchstaben beim Lesen zu kippen oder wirken gerade Linien krumm, kann das auf eine altersbedingte Makuladegeneration hindeuten und dann sollte sofort ein Augenarzt zurate gezogen werden. Diese Netzhautschäden betreffen etwa zwei Millionen Deutsche und sind Ursache von schweren Sehbehinderungen. Frühzeitig erkannt, kann der Augenarzt einer Sehbehinderung mit Medikamenten entgegen wirken. Hier helfen nur regelmäßige Augentests für eine Früherkennung: ab 40 alle zwei Jahre, ab 60 jährlich. 

Doppelbilder
Taucht derselbe Gegenstand vorübergehend zweifach, ist das oft Zeichen einer Übermüdungserscheinung. Das Phänomen sollte mit ausreichendem Schlaf, regelmäßigen Pausen, Stressabbau und gegebenenfalls einer Korrektion von vorhandenen Sehdefiziten verschwinden. Wenn nicht, dann ist ein Augenarzt aufzusuchen. 

Rußregen und Blitzlicht
Fallen dunkle Punkte wie Regentropfen herunter, kann der Grund eine Blutung im Glaskörper sein. Kommen Lichtblitze hinzu, ist es möglich, dass eine Glaskörperabhebung vorliegt, die zur Erblindung führen kann. Es handelt sich um einen Notfall, bei dem sofort der Augenarzt aufgesucht werden sollte.

Sandsturm
Das Sandkorn-im-Auge-Gefühl kommt oft bei Bildschirmarbeit vor und wird unter anderem Office-Eye-Syndrom genannt. Weil vor dem Monitor fünfmal weniger geblinzelt wird als üblich, gelingt es nicht mehr, das Auge mit dem Tränenfilm feucht zu halten. Eine auf Computerarbeit optimierte Bildschirmbrille kann das Auge entlasten und merklich zu stressfreiem Sehen beitragen. Hyaluronsäurehaltige Tropfen oder Sprays helfen ebenfalls gegen trockene Augen.