Wenn die Augen brennen, jucken, sich müde anfühlen oder sogar tränen kann ein Trockenes Auge (Sicca-Syndrom) dahinterstecken. Regelmäßige, lange Bildschirmarbeit ist eine häufige, aber nicht die einzige Ursache für einen gestörten Tränenfilm. Oft können Augentropfen die Symptome deutlich lindern.

Sehr viele Menschen kennen die Symptome des Trockenen Auges nur allzu gut: Die Augen brennen, jucken oder tränen ständig, es tritt ein Fremdkörpergefühl auf, als hätte man Sand im Auge, die Augen fühlen sich müde und schwer an oder es macht sich ein Druckgefühl bemerkbar. In einigen Fällen kann sich ein Trockenes Auge auch durch Beschwerden wie Verkrustungen an den Wimpern, gerötete oder geschwollene Lidränder bemerkbar machen. Durch die Störung des Tränenfilms können außerdem Sehprobleme auftreten wie verschwommenes Sehen oder verstärkte Blendempfindlichkeit.

Intensive Bildschirmarbeit führt oft zum Trockenen Auge

Screenshot 2017-05-17 22.06.15Vor allem intensive Bildschirmarbeit führt oft zum Trockenen Auge, weshalb die Symptome besonders Büroarbeitern bekannt sind. Mit der zunehmenden Nutzung von digitalen Geräten in der Freizeit nimmt das Trockene Auge aber auch in anderen Berufsgruppen zu. Darüber hinaus können Rauch, Wind oder der Aufenthalt in klimatisierten Räumen die oben beschriebenen Symptome verursachen. Trockene Augen treten zudem bei langjährigen Kontaktlinsenträgern auf, mit zunehmendem Alter, bei bestimmten Erkrankungen wie Diabetes sowie bei der Einnahme bestimmter Medikamente oder der Anti-Baby-Pille.

Beim Trockenen Auge ist der Tränenfilm gestört

Der Tränenfilm besteht aus einer schleimigen Muzinschicht, einer wässrigen Schicht und einer Ölschicht. Er glättet die Augenoberfläche und sorgt so für klare Sicht. Zusätzlich schützt er die Hornhaut vor Infektionen und versorgt sie mit Nährstoffen. Beim Trockenen Auge ist der Tränenfilm jedoch gestört, wodurch die Hornhaut anfälliger für eindringende Keime oder eine Mangelversorgung wird. Das Trockene Auge kann zwei Ursachen haben:

  1. Der Tränenfilm wird zwar normal gebildet, verdunstet aber, weil die oberste Ölschicht instabil ist. Bei einem sehr trockenen Auge tritt bei dieser Ursache deshalb paradoxerweise eine vermehrte Tränenbildung auf.
  2. Vor allem bei bestimmten Erkrankungen oder im Alter wird nicht mehr ausreichend Tränenflüssigkeit produziert, was ebenfalls zum Trockenen Auge führt.

Die Symptome werden in der Regel mit frei verkäuflichen „künstlichen Tränen“ behandelt. Es gibt Augentropfen oder -sprays, die das Auge befeuchten und/oder den Aufbau der Ölschicht unterstützen. Sie sollten konservierungsmittelfrei sein und können nach Bedarf – meist auch zusammen mit Kontaktlinsen – verwendet werden. Grundsätzlich sollten die Ursachen für das Trockene Auge geklärt und Auslöser gemieden oder zumindest reduziert werden. Zum Ausschluss von Folgeschäden durch das Trockene Auge und zum Ausschluss von Augenerkrankungen, die unter Umständen ähnliche Symptome wie das Trockene Auge verursachen können, ist bei den oben beschriebenen Beschwerden zunächst ein Besuch beim Augenarzt ratsam.

Wir beraten Sie gerne und können Ihnen beispielsweise spezielle, für die Bildschirmarbeit optimierte Brillengläser empfehlen, die auch in der Freizeit entlastend auf die Augen wirken. Natürlich haben wir auch die passenden Lösungen parat, wenn Sie lieber Kontaktlinsen tragen möchten. Speziell für die Bedürfnisse des Trockenen Auges gibt es optimale Linsen und die dazu passende Pflege samt Augentropfen, wenn nötig.

Fragen Sie uns einmal danach, wenn Sie das Gefühl haben, an einem Trockenen Auge zu leiden.

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